{"id":222,"date":"2023-06-07T08:21:42","date_gmt":"2023-06-07T08:21:42","guid":{"rendered":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=222"},"modified":"2023-06-07T08:38:53","modified_gmt":"2023-06-07T08:38:53","slug":"spielsituation-elektronik-8-16bit-die-kleinen-roehren-kampf-ums-wohnzimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=222","title":{"rendered":"Spielsituation Elektronik\/8\/16Bit &#8211; die kleinen R\u00f6hren &#8211; Kampf ums Wohnzimmer"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Heim-Spielsituation Ende der 70er\/80er Jahre ist fast nicht vergleichbar mit der heutigen. Wie in der gesamten Entwicklung der 8\/16Bit Homecomputer\/Consolen wurde existierende Hardware tempor\u00e4r umgenutzt. Angefangen vom durchschnittlich kleinen Fernseher bis hin zum Kassettenger\u00e4t (Speichern\/Laden) und nicht zu vergessen, die angeschlossene Stereoanlage &#8211; bei einigen kam die anschliessbare elektronische Schreibmaschine dazu. Insofern hat sich die Heimcomputerhardware (im Gegensatz zur B\u00fcrocomputersituation) eingef\u00fcgt in die existierenden M\u00f6glichkeiten eines &#8218;Zuhauses&#8216;. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-09.55.28-1024x681.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-227\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-09.55.28-1024x681.png 1024w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-09.55.28-300x199.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-09.55.28-768x511.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-09.55.28.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>ZX81-Box: Rot Lieferumfang, blau andersweitig beschaffbare Hardware (Umnutzung)<br>(Todo: Ersetzen eigenes Bild)<\/p>\n\n\n\n<p>Anders war das auch nicht bezahlbar zu Hause und erkl\u00e4rt auch die teilweise horrenden teuren Komplettsysteme im B\u00fcro (Lisa und Mac m\u00fcssen deswegen auch als eigentlicher B\u00fcrocomputer angesehen werden.). Eine Nische also, die die Homecomputersysteme schlossen und deswegen konsequent mit TV-Tunern oder sp\u00e4ter Video\/Scart-Anschl\u00fcssen daherkamen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nutzungssituation \/ Spielsituation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei aber (diese Doppelnutzung existiert bei den Konsolen bis heute) sich auch ein Problem eingehandelt: man kann nur je eines nutzen. Was anfangs (siehe Vortrag I. ) nicht weiter schlimm war, weil es nur einen mehrst\u00fcndigen Block an Fernsehen gab in Europa meist Abends. Gerade auch darum wurden Telespiele gekauft und ausprobiert, um das Ameisenrennen mit anderem Content zu f\u00fcllen. Es ist vermutlich auch kein Zufall, dass vorallem abstrakte Sportspiele (Pong, Eishockey, Basketball, Fussball) als erstes verkauft wurden. Erm\u00f6glichen diese &#8222;E-Sport&#8220;-Games ja das spielen des Inhalts auch des Medium Fernsehens. [Aus der Schweiz existieren damals soweit bekannt keine Sportspiele.]<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings war diese Doppelnutzung nat\u00fcrlich nicht lange haltbar und war damit eine \u00dcbergangsl\u00f6sung. Schnell griffen die Leute auf spezialisierte Hardware zur\u00fcck etwa spezielle Monitore von den jeweiligen Herstellern (nur so klappte es sicher) bzw. auf die Datasette und Diskettenlaufwerke. Dies auch alles, weil immer \u00f6fter der Computer auch f\u00fcr konkrete Anwendungen benutzt wurden (Textverarbeitung) und die Nutzungszeit da \u00fcberlappten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anwendung und Nutzungssituation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Zudem funktioniert das Nutzen des Fernsehers allein f\u00fcrs Spielen einigermassen gut, f\u00fcr einen Text schreiben etwa am Boden oder auf einem Tischchen nur sehr schlecht. Ein weiteres Problem kam hinzu, dass der Fernseher im Wohnraum stand. Darum bestand durchaus ein famili\u00e4res Interesse den Computer mitsamt allem irgendwo anders hinzubringen. Es entstanden die klassischen Computernischen auch in Zimmern von Jugendlichen oder dann der Raum f\u00fcrs die B\u00fcroarbeiten wurde umgenutzt. Die Einf\u00fchrung von GUI und Maus beendete letztlich die Nutzung im Wohnzimmer endg\u00fcltig und liess die Maus-losen Konsolen dort zur\u00fcck. (Die neu enstandenen Computer-Nischen waren oft geradezu eine Orgie des (digital\/elektronischen) Multimedialen.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kleine Screens und die Folgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kleinheit des Bildschirm n\u00f6tigte die Spieler* relativ nahe an den Bildschirm heranzusitzen &#8211; gerade bei Texten oder Spielen (vgl Aufl\u00f6sung Teletext zu 16Bit Computeraufl\u00f6sungen von 300&#215;200 Pixeln). Die R\u00f6hrenmonitore (CRT) taten ihr \u00fcbriges, dass das Bild verschwommen bis sehr verschwommen war (das Alter der R\u00f6hren wirkt sich nicht besonders gut auf die Sch\u00e4rfe des Bildes aus). Ein Umstand den clevere Designer* nat\u00fcrlich einbezogen (verschmierte Farben beim C64 etc). Die Gr\u00f6sse der Monitore und die Aufl\u00f6sung waren aber insofern aufeinander abgestimmt, als dass sp\u00e4testens mit dem Atari ST\/Amiga nicht mehr wirklich &#8218;Pixel&#8216; zu sehen waren. Die Hardwarehersteller normierten das Ganze dann noch zus\u00e4tzlich mit Normmonitoren f\u00fcr ihre Ger\u00e4te.<br><br>Besser aufgestellt waren allerdings die Arcadek\u00e4sten. Sie sind ja eigentlich spezialisierte Spielhardware mit Computer, Input und Output. Auch die Lichtsituation wurde hier per Arcadekasten designed (siehe dazu etwa alle die PeriskopSpiele). Dabei gibt es zwei System: Tischchen (nahe sitzen) und die Cabinets (kleine Screens inszeniert auf Kopfstehh\u00f6he).<\/p>\n\n\n\n<p>Folgendes interessantes &#8211; sicher gestelltes &#8211; Bild l\u00e4sst auch weitere Diskussionen zur Frage der Spielsituationen aufkommen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"707\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-10.05.22-707x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-230\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-10.05.22-707x1024.png 707w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-10.05.22-207x300.png 207w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-10.05.22-768x1112.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-10.05.22-1060x1536.png 1060w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-07-um-10.05.22.png 1106w\" sizes=\"auto, (max-width: 707px) 100vw, 707px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Computernutzungsituationen \/ Computerspielsituationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dies sollte auch weiter erforscht werden: Was gab es f\u00fcr typische Situationen. Wie lassen sich diese charakterisieren. Bis jetzt lassen sich folgende Typen feststellen:<br><br>&#8211; B\u00fcrosituation<br>&#8211; B\u00fcrospielsituation (vorallem wichtig bei LAN Parties)<br>&#8211; B\u00fcro: Laptops (transportierbare Computer vgl Macintosh mit Griff)- Privat: Wohnzimmer &#8211; Fernseher \/ Console \/ Computer <br>&#8211; Privat: Computernische (etwa im Schlafzimmer)<br>&#8211; Privat: Computerzimmer \/ B\u00fcronische oder -zimmer<br>&#8211; Arcades (diverse Arcadesituationen)<\/p>\n\n\n\n<p>Todos:<br>&#8211; Konkretes Vermessen der Fernseher\/Bildschirme \u00fcber die Zeit &#8211; Daten der 80er Jahre. <br>&#8211; Bestimmen der Pixelgr\u00f6sse Ende der 70er\/80er Jahre > Text zur Erfindung des Pixels (als Fortschrittsseinheit)<br>&#8211; Diskussion mit M. der Themen<br>&#8211; Untersuchung durch Interviews und Umfragen bzw. Wiederspiegelung in den Medien<br>&#8211; Warum gibt es keine Sportspiele aus der Schweiz? (Emanzipation des Mediums?)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Heim-Spielsituation Ende der 70er\/80er Jahre ist fast nicht vergleichbar mit der heutigen. Wie in der gesamten Entwicklung der 8\/16Bit Homecomputer\/Consolen wurde existierende Hardware tempor\u00e4r umgenutzt. Angefangen vom durchschnittlich kleinen Fernseher bis hin zum Kassettenger\u00e4t (Speichern\/Laden) und nicht zu vergessen, die angeschlossene Stereoanlage &#8211; bei einigen kam die anschliessbare elektronische Schreibmaschine dazu. 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