{"id":5117,"date":"2025-07-17T09:55:03","date_gmt":"2025-07-17T09:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=5117"},"modified":"2025-07-17T10:02:35","modified_gmt":"2025-07-17T10:02:35","slug":"kultur-technik-oder-digitales-chrome-als-notiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=5117","title":{"rendered":"(Digitales) Chrome als das perfekte analoge Material der Digitalisierung der 80\/90er Jahre [Notiz]"},"content":{"rendered":"\n<p>Warum verwenden viele Demos oder Games Chrome, Metall oder Gold? Eine erste Antwort ist sicherlich: Je technischer etwas ist, umso einfacher ist es manuell zu rekonstruieren. Kulturelle Gegenst\u00e4nde zumindest in den letzten 60 Jahren haben wenige Details. Es werden oft Fl\u00e4chen benutzt, Kannten. Alles was einigermassen industriell hergestellt werden kann (vom Backstein, Beton bis zu gestanzten Blechformen bei Autos). Kulturelle Sachen sind visuell darum auch sehr schnell erkennbar. Und eben auch manuell digital &#8218;reproduzierbar&#8216;. <br><br>Die meiste &#8222;Natur&#8220; hingegen (um diesen Gegensatz hier zu benutzen) ist komplex, detailliert bis in die kleinsten feinsten Strukturen hinein. Diese Dinge wie B\u00e4ume oder Gr\u00e4ser sind auch meist &#8222;gewachsen&#8220; oder moderner &#8218;ausdifferenziert&#8216; worden. Zus\u00e4tzlich hat ahmt die Kultur visuell etwa im Design von H\u00e4usern (nackte Haus in Wien)   die Natur nicht als Vorbild nach, sondern nutzt eher die Idee der einfachen funktionalen K\u00f6rper als Gestaltungsmittel. Anders gesagt: Wir leben heute nicht mehr in einer simulierten Natur sondern in funktional baubaren H\u00e4useren aus glatten W\u00e4nden &#8211; ohne Verputz und Blumen- oder Bl\u00e4tterOrnamenten. Die Stukatur ist verschwunden &#8211; wir wollen nicht mehr in der &#8222;Natur&#8220; leben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Manuelle Digitalisierung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer nur mit 4 oder 16 Farben unterwegs und wenig Aufl\u00f6sung hat (max 320&#215;200 Pixel) ist, wird darum eher kulturelle oder technische Gegenst\u00e4nde nutzen. Dies ist einfacher manuell digitalisierbar und &#8218;realistischer&#8216;. Wobei fraglich ist, ob wir wissen, wie ein Spaceship aussieht &#8211; aber auch das hilft. Darum gibt es auch &#8211; neben anderen Gr\u00fcnden &#8211; ausserordentlich viel Fantasy und Scifi-Fantasy in den Anfangszeiten: Hier ist man gestalterisch offen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Perfekt Material f\u00fcrs manuelle Digitalisieren: Chrome <\/h2>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dabei gibt es im Bereich des kulturellen bzw. technischen viele Materialen. Einige sind einfacher als andere zu digitalisieren und wirken dennoch &#8218;analog&#8216; echt. Chrome ist in Sachen manueller Digitalisierung eigentlich perfekt (wie etwa auch Gold vergleiche dazu auch vergleiche dazu auch: <a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=2053\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=2053\">Digitalisierung: Der Amiga und seine Audio- und Videoqualit\u00e4ten fangen von der manuellen Konstruktion &#8230; <\/a>). Es weist keine feinen Strukturen auf. Es ist oft 3D, weil bei Rohren verwendet wird. Darum bedienen sich Motorr\u00e4der etwa so gerne bei Chromstahl.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">DesignTechnik: Digitales Chrome das neue digitale Gold<br><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit relativ wenigen Farben das heisst Farbverl\u00e4ufen, l\u00e4sst sich dieser technische Gegenstand simulieren. Dies zeigen gerade die Gegenst\u00e4nde oder Schriften aus Chrome in Games, Cracktros oder Demos. Ein Verlauf l\u00e4sst sich vorallem ab den 16Bit Computern einfach realisieren. Dabei braucht es nur 3 oder 4 Farben aus den 16 w\u00e4hlbaren Farben. Dabei ist eine Farbe weiss, eine &#8222;Farbe&#8220;, die praktisch in keiner Farbpalette des Digitalen fehlt. Dadurch entsteht schnell der &#8222;Chrome-Effekt&#8220;, der dann nicht nur digital ist sondern auch auf die Realit\u00e4t verweist. Denn kann es jemand unterscheiden? Chrome ist damit ein sehr fr\u00fch visuelle digitalisierter Stoff, der in beiden Welten das gleich scheint. Chrome verleiht damit dem Digitalen auch die analoge Realit\u00e4t. Es ist eine Art &#8218;fassbarer&#8216; Link. W\u00e4hrend viele anderen Sachen eher eigene digitale Welten sind. Chrome dagegen ist einfach digitalisierbar. Kommt hinzu, dass Chrome &#8222;cool&#8220; wirkt und auch beim anfassen konkret ist.  Chrome ist auch allt\u00e4glicher und weniger kulturell behaftet, wie etwa Gold, das ebenfalls relativ einfach zu simulieren ist und auch Glanzeffekte hat. <br><br>Zus\u00e4tzlich interessant f\u00fcrs Design und der Generierung von Effekt, ist dass mit einem weiteren Verlauf auch eine Spiegelung integriert werden kann. Durch die Spiegelung entsteht ein imagin\u00e4rer 3D Raum indem sich dieses Chrome befindet. Hier kommt der Verzerrungsspiegeleffekt von Chrome ins Spiel.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Anders gesagt: Kann mit Chrome gezeigt werden, dass das Snaloge sich nicht nur im Digitalen spiegelt, sondern das Digitale irgendwann auch alles andere selbst &#8222;erschaffen&#8220; kann. Es ist also ein designter Beweis f\u00fcr die Macht des neuen Digitalen. <\/p>\n\n\n\n<p><br> Mehr zum Ph\u00e4nomen findet sich im folgenden Blog-Beitrag:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-researchblog-swissdigitization-latest-findings-and-outcomes wp-block-embed-researchblog-swissdigitization-latest-findings-and-outcomes\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"9Ssd3TqjE0\"><a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=4545\">Metallische Chrom-Designs der 1980er Jahre<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Metallische Chrom-Designs der 1980er Jahre&#8220; &#8212; ResearchBlog Swissdigitization - Latest findings and outcomes.\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=4545&#038;embed=true#?secret=0HCFQsbvlr#?secret=9Ssd3TqjE0\" data-secret=\"9Ssd3TqjE0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum verwenden viele Demos oder Games Chrome, Metall oder Gold? 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