{"id":5280,"date":"2025-07-30T07:18:32","date_gmt":"2025-07-30T07:18:32","guid":{"rendered":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=5280"},"modified":"2025-07-30T07:23:42","modified_gmt":"2025-07-30T07:23:42","slug":"plotarcade-findings-ii-die-virtualisierung-des-playgrounds-oder-warum-es-sprites-und-tiles-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=5280","title":{"rendered":"PlotArcade Findings II: Die Virtualisierung des Playgrounds oder warum es Sprites und Tiles gibt"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Viele analog-elektro-mechanischen Arcades trennen klar zwischen dem Spielfeld und den beweglichen meist Spielerobjekten (und ja einige sp\u00e4tere Arcades wie Flipper l\u00f6sen dies dann auch auf). Das heisst es wird quasi auf einem Spielbrett gespielt, einem Playground, der schon davor besteht. Das f\u00fchrt ganz tief in die Spielinfrastruktur hinein. So gibt es bis heute Fussballfelder, die einfach nur zum Spielen von Fussball genutzt werden und teilweise auch abgesperrt sind. Das ist also dezidierter Playground.  Oder es werden dann \u00f6ffentlicher Raum umgestaltet, um dort tempor\u00e4r zu spielen. Viele  elektromagnetische Arcades haben das beibehalten. Die Sachen spielen sich in einem vordefinierten analogen Magic Circle statt. Am einfachsten erfahrbar sind nat\u00fcrlich Flipper\/Pinballs. Es ist alles vorgegeben. Es wird in diesem Playground\/Spielfeld gespielt. <br><br> Der Playground wird auch im Videogame dauerhaft besetzt. Es ist die Physikalit\u00e4t des Screens und im Fall eines Arcadautomaten der Automat selbst. Anders als ein elektromechanischer Spielautomat, ist das nur eine Fl\u00e4che, wenn man ihn ausschaltet (der Elektrik Test). <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br>Aber und das ist wiederum interessant: Die Unterscheidung Spielfeld und Spielsteine oder Spielger\u00e4t (wie es so &#8218;lustig&#8216; Sportkommentatoren nennen in Fussball) gibt es weiterhin. Die meisten Videokonsolen und einige Heimcomputer nutzen eben keine Verflachung der Infrastruktur zu einem grossen ganzen und neuen. Sondern nutzen die Hardware, die diese Unterscheidung macht mit Tiles\/Background und Sprites. Dies ist eine banale Unterscheidung und dennoch f\u00fchrt sie letztlich die analoge Spielkultur fort. Dies wird nicht aufgel\u00f6st und neue Spiele entstehen &#8211; sondern es wird im ersten Moment geradezu zementiert.<\/p>\n\n\n\n<p>All das sind nat\u00fcrlich Banalit\u00e4ten, aber es ist schon interessant, es aus einer anderen Perspektive nochmals zu sehen. Konkret ist das bei Plottergames die Frage, was muss da alles als Spielfeld gezeichnet werden. Und jedes zu zeichnende Spielfeld ist eine Riesenarbeit f\u00fcr den Plotter und es dauert (neben dem, dass es gestaltet werden muss). <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man etwa eine Plotterarcde konkret realisieren, w\u00fcrde man auf vorgedruckte Spielfelder zur\u00fcckgreifen und damit w\u00e4re nat\u00fcrlich dann auch die Variablit\u00e4t nicht mehr so einfach. Anders gesagt: Das Medium Plottergames hat noch kein Instantdisplay. <\/p>\n\n\n\n<p>Dasselbe gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die TeleTypeGames (also das Ursprungsdisplay der Mainframes) auch diese sind keine Instantscreens. Und das zeigte sich nat\u00fcrlich auch in ihren Games siehe 101 BASIC GAMES etwa. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele analog-elektro-mechanischen Arcades trennen klar zwischen dem Spielfeld und den beweglichen meist Spielerobjekten (und ja einige sp\u00e4tere Arcades wie Flipper l\u00f6sen dies dann auch auf). Das heisst es wird quasi auf einem Spielbrett gespielt, einem Playground, der schon davor besteht. Das f\u00fchrt ganz tief in die Spielinfrastruktur hinein. So gibt es bis heute Fussballfelder, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5280","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5280"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5285,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5280\/revisions\/5285"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}