{"id":7069,"date":"2025-11-18T14:36:53","date_gmt":"2025-11-18T14:36:53","guid":{"rendered":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7069"},"modified":"2026-01-01T17:52:10","modified_gmt":"2026-01-01T17:52:10","slug":"worldwidewebgameplatform-oder-webgames","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7069","title":{"rendered":"WorldWideWebGamePlatform (WebGames) oder die Virtualisierung der Games"},"content":{"rendered":"\n<p>In den 90er Jahren entstand nach der Erfindung des WorldWideWebs langsam eine neue Platform f\u00fcr Spiele, hier WebGamePlatform genannt. Wie entwickelte sich diese? Wie unterscheiden sie sich und welche Spiele finden sich im CHLudens-Korpus dazu?<\/p>\n\n\n\n<p>\/\/ Siehe dazu auch hier <a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020\">https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Vorg\u00e4nger*&#8220;-Systeme<\/h2>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich gab es schon immer Spiele, die an Telefonleitungen oder im Internet (IP-Based) standen. Angefangen bei Spielen f\u00fcr Mainframes wie etwa <a href=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=7400\">Plato Systems<\/a> etwa das Leiterlispiel an einem ETH Rechner remote  (siehe Interview CHLudens Korpus), Sp\u00e4ter MUDs (zu CH-MUDs siehe hier <a href=\"https:\/\/vintagecomputing.ch\/?browseid=9291\">https:\/\/vintagecomputing.ch\/?browseid=9291<\/a>), direkt Telefon basierte Spiele (vor Ort anrufen) oder dann Spiele f\u00fcr BBSen (<a href=\"https:\/\/vintagecomputing.ch\/?browseid=6152\">DoorGames<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1036\" height=\"534\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-15.07.21.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7147\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-15.07.21.png 1036w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-15.07.21-300x155.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-15.07.21-768x396.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-15.07.21-624x322.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1036px) 100vw, 1036px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Siehe dazu auch das Interview mit Roger Sieber, der in CH ein solches Spiel lange betrieb. All diese Plattformen waren mehr oder minder propriet\u00e4r. Klar gab es einen VT52 Standard etwa bei BBSsen, Aber diese Systeme waren mehrheitlich festdefinierte einfache FrontEnds ohne eigene FrontEndLogik. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">WorldWideWeb kurz Web<\/h2>\n\n\n\n<p>Dies \u00e4nderte sich mit dem WWW zuerst einmal nicht. Es war ebenfalls ein Frontend mit eigenen interaktiven M\u00f6glichkeiten wie Links und Forms. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"772\" height=\"668\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/NCSA_Mosaic_Browser_Screenshot.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7145\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/NCSA_Mosaic_Browser_Screenshot.png 772w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/NCSA_Mosaic_Browser_Screenshot-300x260.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/NCSA_Mosaic_Browser_Screenshot-768x665.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/NCSA_Mosaic_Browser_Screenshot-624x540.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\/\/ Mosaic Browser <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/NCSA_Mosaic\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/NCSA_Mosaic<\/a><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dieses Frontend unterschied sich dann aber doch stark. Es war ein offener Standard. Es basierte auf Text mit Tags und wurde dadurch zum Hypertext. Es war unabh\u00e4ngig von einem System, es erm\u00f6glichte das Verlinken \u00fcber einzelne Server hinaus. Die Aufl\u00f6sung des Systems war nicht definiert und konnte sich sogar w\u00e4hrend des Betriebs \u00e4ndern.  Der Text konnte auch unendlich lang sein, da der Content scrollbar war. Kurz und gut das Frontend war auch ver\u00e4nderbar. <\/p>\n\n\n\n<p>Das heisst, die Darstellung war nun virtualisiert im Vergleich zu klassisch propriet\u00e4ren Systemen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">HTMLWebGames<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit rein statischem HTML k\u00f6nnen nicht sehr viele Arten von Games gemacht werden. Dennoch gibt es auch kleine Games, die nur als Hypertext funktionieren. Das gr\u00f6sste Problem ist dabei nat\u00fcrlich der Back-Button. <\/p>\n\n\n\n<p>Im erweiterten Bereich kombiniert mit einer Datenbank dahinter, entstehen bald die ersten bekannten Spielewelten, die schnell wachsen zu riesigen MMOs. Sie  nutzen das Web klassisch als Frontend. Jeder Spielzug wird geschickt und wieder aktualisiert &#8211; so wie das bei der Konzeption von Tim Berners Lee gedacht war. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">JavascriptWebGames (1995+)<\/h2>\n\n\n\n<p>Eigenst\u00e4ndiger im Frontend wird das Web auch durch die Einf\u00fchrung von Javascript 1995. Dadurch war es m\u00f6glich nun dynamisch kleinere Anpassungen zu machen. Bilder auszuwechseln etc. Mehr dazu hier: <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/JavaScript\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/JavaScript<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im CHLudens Corpus findet man hier etwa ein Tetris. Siehe &#8222;<a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020\">Imp89-WebGames chronologisch (Shockwave, JavaApplets, Flash)<\/a>&#8222;. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1616\" height=\"1324\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-14.35.23-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7139\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-14.35.23-1.png 1616w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-14.35.23-1-300x246.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-14.35.23-1-768x629.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-14.35.23-1-1536x1258.png 1536w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-14.35.23-1-624x511.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1616px) 100vw, 1616px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Durch diese Spiele wird das Web auch zur klassischen Spieleplatform. Hier k\u00f6nnen Spiele gesucht, gefunden und gespielt werden, frei von irgendwelchen propriet\u00e4ren Restriktionen. Selbstverst\u00e4ndlich ist das eine Idealvorstellung, da zu dieser Zeit viele Browserhersteller etwa Microsoft mit seinem InternetExplorer ihre eigenen Standards wie <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/ActiveX\">ActiveX<\/a> versuchten durchzusetzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sind diese Spiele (sofern sie sich an allgemeine Standards halten, nun virtualisiert, unabh\u00e4ngig vom &#8222;Darunter&#8220;.  <\/p>\n\n\n\n<p>Javascript wurde weiter ausgebaut in den Jahren danach. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerade die M\u00f6glichkeit Dinge (ajax) nachzuladen nach dem ersten Laden erm\u00f6glichte nun interaktive Seiten.  Hier entstanden dann Spielclusters wie <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/OGame\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/OGame<\/a> 2002+<\/p>\n\n\n\n<p><em>2008 bekam etwa auch ein Canvas spendiert, in das nun gezeichnet werden konnte. Seither ist Javascript (mit all ihren Beschleunigern \/ Compilern) zum eingebauten Hauptstandard f\u00fcr interaktive Inhalte geworden. Durch Beschleuniger und InstantCompiler k\u00f6nnen fast alle Arten von Applicationen ausgef\u00fchrt werden. <\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">PluginWebGames (VMs)<\/h2>\n\n\n\n<p>Folgende Plugins\/AddOns (wobei JavaApplets eigentlich kein Plugin waren) erweiterten den HTML-Standard. Dadurch konnte das Web nur noch als Container genutzt werden, um darin interaktive Games zu machen. Dabei nutze man quasi die HTML-M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Darstellung, Verbreitung, Pr\u00e4sentation, Erreichbarkeit und setzte die Games darin ein. <\/p>\n\n\n\n<p>Allen vorgestellten Plugins ist gemeinsam und quasi Grundvoraussetzung, dass sie mit einer VirtuellenMaschine arbeiten. Das heisst der Code wird von einer eigenen Maschine ausgef\u00fchrt, die es nur virtuell gibt und die das dann weitergibt an den Browser, der es ausf\u00fchrt und erst dann wird es vom Prozessor des Systems ausgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese VirtuellenMaschinen erm\u00f6glichen es nun auch selbst das Spiel zu sein (intern) und dar\u00fcber hinaus im Hintergrund wiederum Dinge aufzurufen und abzufragen etwa Datenbankservices oder Webseiten (backoffice). <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">JavaApplets<\/h3>\n\n\n\n<p>JavaApplets k\u00f6nnen ganz simple Spiele sein. Im Fall von IMP89 ein Breakout wie Krakoid, Volfied-like oder sie werden mit Argument\/Daten gef\u00fcttert, um etwa User generierten Content als Spiel darzustellen, diese findet man etwa bei Imp89-Online games bei breoid oder WebGrotic. Siehe dazu hier: <a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020\">https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1018\" height=\"776\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6951-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7138\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6951-1.png 1018w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6951-1-300x229.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6951-1-768x585.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6951-1-624x476.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Macromedia Director\/Shockwave 1995+<\/h3>\n\n\n\n<p>Director stellt eines der ersten Plugins zur Verf\u00fcgung, um die Inhalte ihres Autorensysteme auf dem Web zu ver\u00f6ffentlichen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel bei Imp89 w\u00e4re etwa Xamoids: <a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020\">https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Macromedia Flash (.SWF)<\/h3>\n\n\n\n<p>Flash verdr\u00e4ngt sehr schnell Director\/Shockwave, auch weil es (so Wikipedia) weniger Speicher braucht und einfach nicht so ein Riesending ist wie Director &#8211; sp\u00e4testens nach der \u00dcbernahme von Macromedia durch Adobe endet Director\/Shockwave.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier entstehen wiederum Standalonespiele und Datenbankenhancte\/Backoffice Spiele. Das sicherlich wichtige datenbankgesteuerte-involvierte Genre ist das der SocialMedia Spiele wie Farmville und Co. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1040\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2024-10-04-um-16.41.58-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7258\" style=\"width:381px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2024-10-04-um-16.41.58-1.png 1024w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2024-10-04-um-16.41.58-1-295x300.png 295w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2024-10-04-um-16.41.58-1-768x780.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2024-10-04-um-16.41.58-1-624x634.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"421\" height=\"336\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Picture-1-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7341\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Picture-1-1.png 421w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Picture-1-1-300x239.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-dc5e91bd-c6c0-4418-aa8e-352bdb0a8f26\" href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/bobspiel-1.zip\">bobspiel<\/a><a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/bobspiel-1.zip\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-dc5e91bd-c6c0-4418-aa8e-352bdb0a8f26\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Severin.ch ist ein Vertreter der Standalonespiele. Severin stellt um 2000 einige Flash games her &#8211; mit auch sehr politichem Hintergrund. Man kann mit Wasserwerfer an die Demos etc. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1198\" height=\"1570\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-14.35.42.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7136\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-14.35.42.png 1198w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-14.35.42-229x300.png 229w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-14.35.42-768x1006.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-14.35.42-1172x1536.png 1172w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-18-um-14.35.42-624x818.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1198px) 100vw, 1198px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>severin.ch 2002+ <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20050804000858\/http:\/\/www.severin.ch\">https:\/\/web.archive.org\/web\/20050804000858\/http:\/\/www.severin.ch<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Siehe dazu auch das CHLudens Interview. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VML 1997+<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein ebenfalls anfangs wichtige Errungenschaft ist VMRL. Das ist eine Erweiterung f\u00fcr HTML, um 3D erstellen zu k\u00f6nnen. Leider ist VRML langsam und orientiert sich mE allzusehr an Virtueller analoger Realit\u00e4t. Es verschwindet auf jeden Fall sehr schnell wieder. <br><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/VRML\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/VRML<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"811\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/71plKvxEuiL._AC_UF10001000_QL80_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7143\" style=\"width:548px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/71plKvxEuiL._AC_UF10001000_QL80_.jpg 811w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/71plKvxEuiL._AC_UF10001000_QL80_-243x300.jpg 243w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/71plKvxEuiL._AC_UF10001000_QL80_-768x947.jpg 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/71plKvxEuiL._AC_UF10001000_QL80_-624x769.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 811px) 100vw, 811px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Spiel in VRML ist aus der Schweiz nicht bekannt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zukunft 2000+<\/h2>\n\n\n\n<p>Viele Plugins verschwinden dann auch wieder, weil sie oft unsicher sind. Es gibt auch zunehmend mehr Erweiterungen f\u00fcr Javascript etwa ein Canvas oder JustInTime Compiler ebenfalls f\u00fcr Javascript. Sp\u00e4ter auch WebGL. Langsam l\u00f6st dann Javascript das Erbe von Flash und Co ab, sp\u00e4testens als Steve Jobs auf dem iPhone Flash verbietet. <\/p>\n\n\n\n<p>Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.molleindustria.org\/blog\/gone-with-a-flash-talk\/\">https:\/\/www.molleindustria.org\/blog\/gone-with-a-flash-talk\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">All_In: WebGamePlatform &#8211; Operating System f\u00fcr Games<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Technologie dahinter interessierte nat\u00fcrlich ab 2000 mehrheitlich nur noch die Entwickler*. Das Web wurde zur eigenen Spieleplattform wie andere Systeme auch wie Windows, der Mac oder dann die grossen Platformholder wie Nintendo, Sony. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Web, das neue Operating System<\/h3>\n\n\n\n<p>Es entstand also alles zusammengenommen ab 1993 diese eigene Plattform f\u00fcrs Gaming, die weitgehend virtualisiert bzw. nur noch in Browsern funktioniert. Das Betriebssystem darunter spielt keine besonders wichtige Rolle mehr. Der Weg w\u00e4re also frei f\u00fcr eine Industrie ohne Platformnaheprogramierung. Es ist passiert, wie es einst Netscape verk\u00fcndete &#8222;Wir wollen Windows zu einer Treiberplattform machen&#8220;.  Es sah nach Zukunft aus. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Web vs. Plattformholders: Monetarisierung <\/h3>\n\n\n\n<p>Die Realit\u00e4t holte diese Zukunft aber auf verschiedene Arten ein. Zum einen war alles virtuell von Aufl\u00f6sung, Bildschirmgr\u00f6sse und vorallem auch die zur Verf\u00fcgung stehende Rechenpower. All das musste nun in Betracht gezogen werden. Ein Spiel fand nicht mehr im &#8222;goldenen&#8220; Hardwarek\u00e4fig einer Playstation statt oder eines Gamecubes. Die Vermarktungsketten f\u00fcr Hardwarenahespiele standen schon und das Publikum\/K\u00e4ufer* waren vorhanden. Es ist vermutlich auch konsequent, dass auch 1997 dann Unreal Tournament rauskommt, dass f\u00fcr 3D voll auf Hardware setzt und damit sehr erfolgreich ist. Hier wurde eine existierende Kultur weitergef\u00fchrt. Aber es wurde auch demonstriert, dass Webgames und ihre Technologie nie leistungsf\u00e4hig genug sein k\u00f6nnte f\u00fcr die Technologiefreaks. (Dies \u00e4nderte sich erst viel sp\u00e4ter mit der Einf\u00fchrung von WebGL zumindest daf\u00fcr, dass nun auch auf Browsern und Handhelds wenigstens 3D schneller m\u00f6glich war.) <br><br>Im Web: Nichts war hier sicher. Und vorallem liessen sich diese Welten nicht besonders gut sch\u00fctzen, anders als die Plattformholders, die den Zugang zu ihren Welten Copyright-technisch schon gesichert hatten. Im Web war alles unklar. Die Masse verlangte auch Offenheit! Ein Ruf der im Gameuniversum selten zu finden ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Es war aber eben auch ein schwieriger Bereich, um hier Geld zu verdienen. Wie soll abgerechnet werden? In diesen Zeiten sind die Kreditkartenvertr\u00e4ge schwierig und Abrechnungsanbindungen nicht wirklich standardisiert. Andere Wege mit Werbung etwa Geld zu verdienen ist auch nicht besonders erfolgreich, da die grosse Masse vor 2000 im Netz noch fehlt. Die Standalone Webspiele hingegen wurden eher als Werbetools f\u00fcr Webseiten benutzt, als Zusatzcontent. <\/p>\n\n\n\n<p>Es entstanden auch immer mehr Sammlungen von Minispielen, die fr\u00fcher die Casual Games abdeckten. Warum sollte man hier bezahlen, wenn es das Spielkonzept gratis gab. Und die neuen Nutzer waren auch nicht an die Fancy-Spielweltengames gew\u00f6hnt. Sie wollten nur einfach Spielen, Aussehen nicht so wichtig. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IndieWebgames und Experimente<\/h3>\n\n\n\n<p>Dennoch entstanden viele Spiele vorallem in Flash und ein ganzer Indiebereich entwickelte sich hier. Auch wurden andere visuelle Anspr\u00fcche gestellt (es waren auch andere Leute, die den Job machten) an die Spiele. Es gab immer beides: Laiengrafik und Designergrafiken. Es fehlten dann aber oft auch die klassischen visuellen Welten der professionellen Games. <\/p>\n\n\n\n<p>Es entstanden auch immer mehr Sammlungen von Minispielen, die fr\u00fcher die Casual Games abdeckten. Diese richteten sich an eine andere Clientel als die klassischen Gamer mit ihren Genren und Vorlieben. Das hier war eher die Ikea des Gamings. <\/p>\n\n\n\n<p>Und: Standalone Webspiele gab es noch und noch, etwas was im klassischen Gamebereich eher selten vorkommt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Web2.0 Games<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Trend von Web 2.0 Games (so wenige es gab) blieb in dieser Zeit auch eher marginal.<br>Siehe dazu auch die Diskussion hier: <a href=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020\">https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1514\" height=\"1322\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9451-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7089\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9451-1.png 1514w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9451-1-300x262.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9451-1-768x671.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9451-1-624x545.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1514px) 100vw, 1514px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1030\" height=\"576\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9457-1-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7260\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9457-1-1.png 1030w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9457-1-1-300x168.png 300w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9457-1-1-768x429.png 768w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9457-1-1-624x349.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verlust JavaApplets <\/h3>\n\n\n\n<p>Dabei ist vorallem der Abstieg von JavaApplets zu bedauern, da dies ein eigenes Programmierspielparadigma war und doch interessant war damit zu arbeiten. Leider zerst\u00f6re Microsoft gekonnt die Appletverbreitung, indem es nie die neuste Version default-m\u00e4ssig installierte in ihren InternetExplorer. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf dem Web vollzog sich eine Virtualisierung auf fast allen Ebenen der technischen Gametechnologie: Sei es in der Aufl\u00f6sung, der Rechenleistung, der Nutzung der Hardware. Alles war hier nun nicht mehr hardwareabh\u00e4ngig &#8211; es waren nun Virtuelle Maschinen. Dazu kommt noch eine massive Nutzung von Datenbankinhalten vs. festgeschriebenen Daten in klassischen Games.<br>Selbst grafisch waren die Einfl\u00fcsse von der normalen Designkultur riesig und l\u00f6sten damit auch einen Teil des Inseldaseins der klassischen mainstream Gamekultur auf zumindest auf dem Web. <\/p>\n\n\n\n<p>Das sind alles Dinge, die in der klassischen Gameindustrie viel sp\u00e4ter, wenn \u00fcberhaupt stattgefunden haben. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Interessant<\/h2>\n\n\n\n<p>Interessant ist sicherlich hier auch das Projekt ClickOMania von Sch\u00fcssler, das ein CasualGame ist. Siehe dazu auch hier: <a href=\"https:\/\/www.vintagecomputing.ch\/?browseid=3944\">https:\/\/www.vintagecomputing.ch\/?browseid=3944<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"232\" height=\"448\" src=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/3954.jpg.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7166\" style=\"width:287px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/3954.jpg.png 232w, https:\/\/research.swissdigitization.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/3954.jpg-155x300.png 155w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ToDo<\/h2>\n\n\n\n<p>Abgleich mit der CHLudens Datenbank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den 90er Jahren entstand nach der Erfindung des WorldWideWebs langsam eine neue Platform f\u00fcr Spiele, hier WebGamePlatform genannt. Wie entwickelte sich diese? Wie unterscheiden sie sich und welche Spiele finden sich im CHLudens-Korpus dazu? \/\/ Siehe dazu auch hier https:\/\/research.swissdigitization.ch\/?p=7020 &#8222;Vorg\u00e4nger*&#8220;-Systeme Selbstverst\u00e4ndlich gab es schon immer Spiele, die an Telefonleitungen oder im Internet (IP-Based) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7069","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7069"}],"version-history":[{"count":45,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7069\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7602,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7069\/revisions\/7602"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/research.swissdigitization.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}