Die LowCost-8Bit-Homecomputer waren explizit für den Hausgebrauch entwickelt und setzten in einem ersten Verwendungszweck alles ein, was es da so gab im Haushalt: Fernseher etwa oder Kassettengeräte oder sogar eine Schreibmaschine mit RS232 Schnittstelle.

In diesem Set handelt es sich vermutlich um eine Manuelle Digitalisierung: Viele Dinge muss der Mensch machen und die Maschine gibt ihm Befehle wie „Spul das Tape zurück“, „Druecke Play etc“. Nur langsam entstehen „dedizierterte“ Peripheriegeräte wie „Datasette“ oder Drucker. Mit der Einführung des „Diskettenlaufwerk“ kann der Computer „selber“ lesen und „schreiben“. Das Auswerfen der Disk lernt er dann mit den 16/32Bittern.
Die 8Bit-Platzhirsche
Alle nachfolgend vorgestellten Computer sind auch im GameLab der ZHDK vorhanden und dort nutzbar.
Hier können und sollen nicht alle abgebildet werden, denn es gab wirklich eine Menge von 8Bit Computern vor allem vorne mit dabei waren USA (Atari, Commodore, Texas Instrument … [Apple]), England (BBC, Amstrad, ZX, Tandy … ), FR (Nachführen), IT (…[Olivetti]), Japan (MSX div. Hersteller) etc. Was allerdings auffällt ist, dass es in Deutschland es fast keine Eigenentwicklungen gab (Evt. Ausnahme DDR). Der Ostblock war im Allgemeinen ein schwieriges Territorium für Microcomputer – es kam auch zu Klonen (siehe Golem Podcast).
Gameaspekte
Wichtig ist hier zu beachten, dass die Entwicklung der Arcades/Consolen und der Highend-PCs (Apple und IBM) vorwärts ging. Viele Ideen gerade der Consolen flossen ins Design der Computer ein (Bei Atari gab es in Haus alles von Arcades bis Consolenn bis Computer), weil Games ein klares Motivationsdesign hatten. Dadurch wird der Computer zu etwas, was sowohl Freizeit wie auch Bueroarbeit bzw. neue Arbeiten Design, Publishing abbildet. Wie sehr dies gerade die 8Bit-Computer technisch noch herausfordert zeigt der Text bzw. Grafikmode. Sind dies doch gerade die zwei Modes mit zwei völlig anderen Anforderungsprofilen damals. Dies überwindet letztlich erst die GUIs.
Diese Motivationspalette zeigt sich auch in den verschiedenen Arten, wie die Computer technisch ausgelegt sind bzw. wie sich sie am Markt ’schreibhälslerisch‘ positionieren.
Atari 400/600/XE/XL 1979+
Atari ist sehr früh im Feld und avanziert schnell zu einem Platzhirsch, vorallem in den USA. Die Technologie ist zumindest am Anfang up to date.
Game related: 6502, Text/GraphicModes, 384×200?, 16 Farben (+Abstufungen?), Farbpalette 256 Colors, 8 m Sprites

„BBC“ Acorn Micro (Acorn) 1981+
Interessanter Computer weil BBC den Computer entwicklen liess und nutze für Ausbildungsformate und damit auch Schulen in UK. Der Computer wurde quasi für die Ansprüche der Fernsehsendung entwickelt.
Game related: 6502/ZX81/ARM, 160×256, 16 definierte Colors, Chars: 8×8

ZX 81 1981+
Der unscheinbare Rechner ZX81 passt ins Konzept von ‚lowcost‘ Rechner von Clive Sincliar. Dieser versucht alle möglichen Dinge zu verkleinern vom Taschenrechner bis hin zum Fernseher oder eher umgekehrt. Er versucht also auch die Dinge an die Masse zu bringen und diesen ‚Zugang‘ zu geben. Der ZX81 ist als erweiterbarer „Rechner“ konzipiert (nach hinten mit Drucker etc). Der Sinclair wird auch als das verkauft, als interessanter, neuer Rechner mit Basic. Die ersten Beispiele sind das Rechnen mit Basic.


Obwohl der Computer klein aussieht und mit Folientastatur daherkommt, ist er äusserst effektiv. Das liegt vorallem daran, dass man nicht etwa die Befehle tippt sondern quasi jeder Befehl ein Token ist. Dadurch kommt man schnell vorwärts und der Computer scheint ‚intelligent‘, da man nur mögliche Dinge eingeben kann. Später wurde der ZX81 erweitert zum ZX Spektrum und Spektrum 2+.
Game related: ZX81(Intel kompatibel), 256×192, 15 Farben, fixed Palette, 8×8 mit 2 farben, auch visueller Zeichensatz

TI99/TI99/A-Texas Instrument 1981
TI99 ist ebenfalls ein sehr solider und preisweiterer Computer.
Game related: 32 einfarbige Sprites (4 pro linie)
Mehr auf Wikipedia >

Amstrad CPC 1984+
Eher spät am Markt der CPC. Der verschiedenste Namen hatte je nach Land. Beispiele Schneider CPC in den Niederlanden etc.
Game related: ZX80, 640*320, 2 Color / 320*200, 4 Colors / 160*320, 16 Colors

MSX (Coming)
Game related: NEC
Trends
Die Szene ist letztlich übersichtlich, da alle mitmachen wollten und alle auch diverse Ansätze hatten, technisch, verkauftechnisch, motivationstechnisch wie auch philosophisch. Wichtig ist sicherlich, dass die meisten Konsolenhersteller auch ins Feld drängen und versuchen ihre Produkte quer ins Feld zu bringen oder/und sogar mit einem Produkt auf beiden Märkten präsent zu sein (Atari, Intellivision bieten letztlich solchen Consolencomputer) oder als andere Strategie den Videogamecrash 1984 zu überleben. Aber auch viele Computer sind offensiv technisch im Gamebereich angesiedelt vom C64 bis hin dann zum Amiga. Dadurch kommen auch immer mehr Specialchips ins Computerdesign – etwa fuer Grafik oder Sound (heutigige Digitalisierung).
Die Matrix der Möglichkeiten (Ermächtigung 80er) / Einschränkungen (Sicht Mainframe/heute)
Die Herausforderungen von Seiten der Hardware und Preis kann etwa wie folgt dargestellt werden:

Die eigentlich zu langsamen CPUs führen dazu, dass man bessere Zusatzhardware braucht (nur circa 1k Instruktionen auf Maschinenspracheebene pro Frame!). Zusätzlich limitierend wird das RAM (es ist teuer), weil es überall benötigt wird vom Screen bis zum BASIC und der Frage, wieviel bleibt am Ende noch übrig für die Anwendung. All dies ist nicht nur theoretisch sondern rein praktisch im Alltag (Textmode). Spiele sind in diesem Sinn noch anfordernder. Es ist auch klar ersichtlich, dass gerade mehr Farben das Ganze auf allen Ebenen einem Stresstest unterziehen.

// ToDo: Schweizer Games einpflegen ..