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Die Menge der Computer und ihre Untermenge ComputerArcadeConsolen – eine wichtige Differenzierung der Homecomputerzeit

Computer

Wer sich die Homecomputerszene und ihre Grundlage – die Microcomputer – anschaut, stellt schnell fest, dass es zwei Arten von Computern gab. Die ersten waren einfach „Computer“, sie konnten rechnen, verstanden Basic. Die Spiele, die auf ihnen liefen waren sehr früh schon CLI basierte Games, die Basic zu liess (siehe 101 BASIC GAMES). Später konnten die Computer selbstverständlich auch im Grafikmode zeichnen (sowohl in Basic wie auch in Assembler) – weitere Möglichkeiten für Spieldesigner*. Aber der Default-Computer war nicht auf Arcade-Games ausgelegt. Man könnte fast schon sagen, die ersten Computerspiele waren eigentlich CommandLine-Spiele.

ComputerArcadeConsolen

Eine zweite Linie von Homecomputern (hier genannt ComputerArcadeConsolen) kam aus der Ecke der Arcades und Consolen und stellte neben den ’normalen‘ Funktionen spezifische Funktionalität zur Verfügung für Games: etwa Sprites, Kollisionsabfrage, Hintergründe, Scrolling und Standard-Joystick-Interfaces. Diese Funktionalitäten waren als Hardware verfügbar – als Chips etwa bei der Atari-8Bit-Computer-Reihe oder dann auch beim C64. Die „normalen“ Computer mussten erst sehr viel schneller werden, um die Funktionalität quasi virtuell zu erfüllen oder prozessierbar zu machen. Konkret waren erst die 16/32 Bitter (68000) mit dem Atari ST (bzw. Macintosh eher teuere Workstation) da in der Lage mitzuziehen. Oder noch einen Schritt weiter, erst die Computer, die die Grundlagen der Workstations nutzen statt ‚erschwingliche‘ 8Bit-Hardware.

ComputerArcadeConsolen in der Entwicklung

Sicherlich ist nicht zu vernachlässigen, dass der Videogamecrash um 1984, die Hersteller von Consolen stark verunsicherte, allen voran Atari mit ihrem Atari 2600. Und so erstaunt es denn auch nicht, dass sie die geplante neue Console dann in einen Homecomputer oder konkreter eine ComputerArcadeConsole umbauten. Der Cartridge-Steckplatz war dabei immer noch Programm.

Der Mann der für die Atari 2600 wie auch für die Atari-Computer-Linie entwickelte war Jay Miner. Die Konkurrenz schlief natürlich nicht und so entwickelt Commodore den C64 ebenfalls zuerst als möglichst billige Console und stieg dann auch auf eine ComputerGameConsole um. Jay Miner verliess Atari und entwickelte (neben einem Balance Board) dann unabhänig eine neue Console den Amiga. Diese Firma in Geldnöten wurde wiederum gekauft und zu ComputerArcadeConsole Amiga umgewandelt, während gleichzeitig der Ex-Mitgründer von Commodore Jack Tramiel neu bei Atari das Preisspiel mit dem Atari ST gegen den Amiga trieb (wie zuvor mit dem C64).

Später dann versuchten beide Konkurrenten, die letztlich die ganze Armada von 8Bit-Computern und deren Nachfolger (Sinclair QL und co) gebodigt hatte je eine Workstation (oder Transputer) herzustellen und verlor gegen die nun viel billigern 3D-Konsolen wie PS1 oder dann gegen die immer noch teureren aber aufrüstbaren PC-Kompatiblen.

Gegenübergestellt sieht die unvollständige Liste etwa so aus:

TypComputer
Spez: Text Darstellung, Rechnen
ComputerArcadeConsole (Unterkategorie)
+ Spez: Multimedia Computer
8BApple II, ZX81,MicroBBC, PC1..Aquarius (Hybrid Console Computer), TI99?
SmakyAtari XL/XE
Commodore C64
16/32BMacintosh, PC x
Atari STCommodore Amiga
Workstation-
Power
(Zunehmende Virtualiiserung von
Game-Funktionalität)
Workstations
Multimedia-PCs
(Schnell, 3D-Grafikkarten)

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